Feb 10 2010

Schikane bei Gebirgsjägern in Mittenwald

Abgelegt 12:29 unter Krisenprävention

Die gestern bekannt gewordenen Rituale bei Gebirgsjägern in Mittenwald sind ein Skandal, aber kein Einzelfall. Es waren Gebirgsjäger aus Mittenwald, die 2003 Mit Totenschädeln in der Hand während des Afghanistan-Einsatzes vor der Kamera posierten – und auch der Untersuchungsausschuß „Rechtsextreme Vorfälle in der Bundeswehr“ in den 90 Jahren, hatte Vorfälle in der Gebirgsjägereinheit aufzuklären.

Wie kann es passieren, daß diese seit Ende der 80iger Jahre eingebürgerten Rituale, die ein Verstoß gegen die Würde des Menschen und gegen die Innere Führung der Bundeswehr sind, noch heute gepflegt werden?

Die erste Reaktion von Bundesminister zu Guttenberg ist kurz und militärisch markant: “ Aufklären, Abstellen, Konsequenzen ziehen“ – aber politisch unzureichend. Er ist Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt und nicht mehr Fahnenjunker der Reserve. Die Verantwortung liegt bei den Vorgesetzten, die nicht beteiligt waren aber es gewußt haben. Sie liegt aber auch beim Verteidigungsminister, dem Generalinspekteur und den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses. Sie sind verantwortlich dafür, daß die Innere Führung nicht Opfer des Transformationsprozesses der Bundeswehr und auch nicht Opfer einer Bundeswehr im Einsatz wird. Falsch verstandener Kameradschaft und Heldenkult in den Streitkräften muss entschieden und langfristig der Boden entzogen werden.

Angelika Beer im Interview bei Radio 4 Bremen am 10. Februar ab 12:00. Der Link: Gebirgsjäger


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