Jun 05 2015

Wölfe – Landesverband der Schaf- und Ziegenzüchter in Schleswig-Holstein in großer Sorge

Abgelegt 00:34 unter Tierschutz,Umwelt & Agrar

NEU: In Deutschland stößt das Thema Wolf auf Faszination sowie Ablehnung, in den USA wird über den „Coywolf“, Mischung aus Wolf und Coyote, diskutiert: „In Amerika ist der „Superwolf“ los“, shz.de am 04.06.2015. Hier ein Bericht dazu auf Youtube (2014): „Meet the Coywolf: A New Hybrid Carnivore Roams the City | MetroFocus“

„Debatte um Wölfe geht weiter …“, AB, 26.05.2015

Wolf-Eekholt

(Foto: Quelle privat)

Am 03.06.2015 hatte der Landesverband der Schaf- und Ziegenzüchter seine Jahreshauptversammlung in Groß Wittensee. „Wenn die Zahl der Wölfe so bliebe wie bisher, könnten die Schafhalter damit leben, sagte Bruser. «Aber wenn es wesentlich mehr werden, dann muss man sich, denke ich, entscheiden, ob man Schafhaltung will oder den Wolf.“, berichtet die Kölnische Rundschau am 03.05.2015 in: „Schafzüchter in Sorge über den Wolf: Hauptversammlung“. „Man muss überlegen, wie viele Wölfe wir in Schleswig-Holstein vertragen können“, sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Janine Bruser. Schleswig-Holstein sei nicht die Lausitz, sagte sie, hier werde eine andere Schafhaltung betrieben. Das Landwirtschafts- und Umweltministerium habe darauf noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden, kritisierte der Landesverband.“, schreibt die Eckernförder Zeitung am 04.06.2015 in: „Wir werden zu Wolfsfutterproduzenten“. Der Wolfsberater Jens Matzen konnte die Sorgen der Züchter nicht vertreiben. „Die Entschädigung für die gerissenen Tier ist eine Lachnummer.“, zitieren die Kieler Nachrichten am 03.06.2015 in: „Wer schützt die Schafe vor dem Wolf?“ Karl-Dieter Fischer aus Sommerland. Die Existens der Tierzüchter darf durch Wölfe nicht bedroht werden. Neue und zufriedenstellende Lösungen für beide Seiten – hier Wölfe, da Tierhalter und Züchter – müssen schnell gefunden werden.

„Zäune und Hunde zu teuer …
Denn die Einzäunung seiner großflächigen Weiden mit Elektrozäunen wäre sehr teuer und aufwendig. Auch die Anschaffung von Herdenschutzhunden sei eine teure Angelegenheit, die sich kleine Schafzüchter nicht leisten könnten. Zumal es für den adäquaten Schutz vor dem Wolf nicht mit einem Herdenschutzhund pro Herde getan sei. „Mindestens zwei müssten es schon sein“, sagt Michael Ruhnau (der in Bülstedt Rauwollige Pommersche Landschafe züchtet). Und in seinem speziellen Fall womöglich noch mehr, denn er verteilt seine Schafe während der Sommerzeit auf drei bis vier Herden. Dazu kommt, so Ruhnau, dass Herdenschutzhunde keine freundlichen Hunde sind. Es liegt in ihrem Naturell, Schafe gegen alles und jeden, so auch gegen Spaziergänger, zu schützen. Damit die Hunde auch dem Schafzüchter Zutritt zur Herde lassen, ist ein steter enger Kontakt zum Herdenschutzhund unabdingbar. Für eine große Herde funktionieren diese Hunde zum Schutz gegen Wölfe ganz gut, für eine kleine Herde ist der Aufwand aber zu groß, so seine Erkenntnis.“, so berichtet die Wümme Zeitung, 06.03.2015, in: „Wolf macht Schafzüchtern Sorgen“.

Und hier eine beeindrukende Dokumentation: „Wölfe zurück in Deutschland“, die 2013 auf youtube ins Netz gestellt wurde.


Angelika Beer bei Twitter:
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