Mrz 07 2016

AKW Fessenheim – Fast GAU? – Jahrestag Fukushima und Tschernobyl – Globaler Ausstieg aus Atomkraft – jetzt!

UPDATE 07.03.2017: Aufruf zur Demo am Samstag, 12.03.2016, auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel: „Fukushima mahnt: Alle Atomanlagen sofort abschalten!“
WirMenschen

Am 11. März jährt sich der GAU in Fukushima zum 5. Mal – und die andauernden drei Kernschmelzen dort (KLICK) – und der Gau von Tschernobyl zum 30. Mal. „Die Folgen sind noch immer nicht absehbar. Generationen nach uns werden dafür – und für den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke – den Preis zahlen müssen.“ Am Beitrag vom 10. 03. 2014: „3. Jahrestag des Fukushima-GAUs: Energiewende jetzt umsetzen!“ ist insofern nichts Neues oder Gutes hinzuzufügen. Wie auch 2014 beteiligt sich Angelika Beer, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion der PIRATEN, an der ganzseitigen IPPNW-Anzeige, die am 11.03.2016 in einer bekannten überregionalen Zeitung veröffentlicht wird: „5 Jahre Fukushima – 30 Jahre Tschernobyl“: „30 Jahre Tschernobyl. 30 Jahre – das entspricht gerade einmal der Halbwertszeit des radioaktiven Cäsium-137. Erst nach 10 Halbwertszeiten, also in 300 Jahren, wird dessen Aktivität weitgehend abgeklungen sein.“

Allein durch den Gau von Tschernobyl gingen rund 36 Prozent der Gesamtradioaktivität damals über Weißrussland, Russland und der Ukraine nieder, etwa 53 % über dem Rest Europas, 11 % verteilte sich über den restlichen Globus. 5 Jahre mit den Kernschmelzen in Fukushima und 30 Jahre nach der Kernexplosion in Tschernobyl stiegen sowohl in Japan als auch in der Ukraine, Belarus und Russland sowie im von der radioaktiven Wolke betroffenen Europa die Fallzahlen vieler Krebsarten, anderer schwerer Erkrankungen und genetischer Schäden. Weiterhin gibt es keine Schwellendosis, unterhalb derer Strahlung ungefährlich wäre. Die Strahlen-Grenzwerte für Lebensmittel in der EU und in Japan sind viel zu hoch, sie bieten keinen ausreichenden Gesundheitsschutz, außerdem gibt es keine „sicheren“ Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln.
Es gibt auch keine sicheren Kernkraftwerkeund keinen billigen Atomstrom„Der teuerste Strom aller Zeit“und keinen Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie!Die Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen besitzen unbefristeten Betriebsgenehmigungen! Es gibt auch keine sicheren Endlager! Wie hoch ist die radioaktive Belastung der Meere – Greenpeace hat eine Untersuchung des Pazifiks gestartet – Radioaktivität kennt weder Ländergrenzen, noch Luftgrenzen, noch Meeresgrenzen! Das strahlenbelastete Wasser aus den Kraftwerken in Fukushima ist inzwischen über die Meere bis nach Europa gelangt. Zu all diesen aufgezählten Problemen mit der Atomenergie und -wirtschaft ist das ungelöste Problem mit dem globalen Mißbrauch von Atommaterial zu bedenken und möglichen Anschlägen auf Atomkraftwerke – direkt oder durch Cyberwar – oder Umweltkatastrophen – und aktuell: der Rückbau der Atom-Kraftwerke. Der Rückbau der kontaminierten Anlagen dauert Jahrzehnte – mindestens 10 bis 15 Jahre pro AKW. Die von der Bundesregierung eingesetzte Atomkommission, soll der Bundesregierung einen Vorschlag zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung der nuklearen Brennstäbe vorlegen. Die vier Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW wollen die finanziellen Rückstellungen für diesen Rückbau möglichst gering halten – Gewinne haben sie privatisiert, Rückbau/Verluste werden wohl solidarisiert, d.h., der Bürger zahlt – über den Strompreis. Nicht wie geplant, findet diese Kommission mit den Atomkonzernen am 07.03.2016 einen Abschluß. Weitere Tagungen zwischen den vier Versorgern und der Atomkommission sollen am 23. März und am 13. April 2016 stattfinden. Aktuelle Pressemeldungen wie: „Schweden plant Atomlager an der Ostsee“ – oder: „Japan fährt Reaktor Nummer 4 an“ – oder: „Diebstahl von radioaktivem Material Mexiko ruft Atomalarm aus“ – oder: „Paris will AKW-Laufzeiten verlängern“ – oder: „AKW Fessenheim – Atom-Unfall offenbar vertuscht, lässt nur einen Aufschrei zu:
„Globaler Ausstieg aus der Atomkraft! – Jetzt!“

Links zu diesem Themenbereich:

„Leben mit der Bedrohung“, Eröffnungsrede zum IPPNW-Kongress „5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl“, tschernobylkongress.de, 26.02.2016
„Greenpeace: Folgen des Super-GAU von Fukushima für die Umwelt dauern Hunderte Jahre“, heise.de, 04.03.2016
„Fukushima ist überall“, nachdenkseiten.de, 15.02.2016
„Krebs, Genschäden, Tod“, neues-deutschland.de, 18.02.2016
„Grenzenlose radioaktive Gefahr“, tagesschau.de, 01.03.2016
„Pazifik leidet unter Fukushima-Katastrophe“, tagesschau.de, 24.02.2016
„Zu lasche Radioaktivitäts-Grenzwerte in EU und Japan“, foodwatch.org/de
„Radioaktivitätsmessungen“, umweltinstitut.org
„Atomriesen sollen sich für 18 Milliarden freikaufen“, welt.de, 22.02.2016
“ Atomausstieg: Union riskiert Milliardendesaster für Steuerzahler“, spiegel.de, 16.12.2016
„Der teuerste Strom aller Zeit“, 27.02.2016
„Die Legende vom Salzstock“, zeit.de, 20.11.2003
„Erstes AKW lagert seinen Atommüll um“, ruhrnachrichten.de, 23.02.2016
„Konzerne wollen nicht zahlen“, taz.de, 28.02.2016
„Tepco informierte zu spät über Kernschmelze in Fukushima“, faz.net, 25.02.2016
„5 Jahre Leben mit Fukushima“, ippnw.de, 17.02.2016
„Strompreis klettert stetig nach oben“, ndr.de, 01.03.2016
„Atommüll: Die Illusion der Lösung“, ausgestrahlt.de
„Risiko Rückbau: „Freigemessene Abfälle“ aus Neckarwestheim im Fokus“, ausgestrahlt.de, 22.02.2016
„Norddeutsche können Einwände gegen schwedische Endlagerpläne erheben“, 01.03.2016
„Störfall in AKW Fessenheim – Offenbar schwerer Unfall vertuscht“, swr.de, 04.03.2016

„Angelika Beer zum Atomausstieg“, youtube.com, 25.04.2013
„TOP 42 – Rückbau der Atomkraftwerke in SH“, Redebeitrag von Angelika Beer, Plenartagung, 16.12.2015


Angelika Beer bei Twitter:
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